Archiv der Kategorie TennisTraining
Tennisabteilung des TSV-Pfungstadt startet Kooperation mit der Universität Heidelberg - Ab Mai starten Ballschulkurse auf dem Tennisplatz -
20.2.2012 von marcowiemer.
Die Tennnisabteilung des TSV-Pfungstadt ist seit diesem Monat
offizieller Kooperationspartner der Ballschule Heidelberg. Damit wird
das sportliche Angebot für Klein- und Vorschulkinder, sowie für Kinder
im Grundschulalter um das sog. „ABC für Spielanfänger“ erweitert.
Früher spielten die Kinder noch auf den Straßen und Bolzplätzen, heute
wird die Zeit und auch die Motivation für Bewegung immer geringer. Dem
möchte die Ballschule entgegenwirken. Kinder sind Allrounder und keine
Spezialisten. „Auch ich habe früher auf der Wiese Fußball gespielt und
mir den Tennisplatz mit Kreide auf die Straße gemalt“, sagt Trainer
Marco Wiemer von der Tennisabteilung. „Dies sieht man heute leider
nicht mehr so oft.“ Die Ballschule vermittelt spielerische und
sportartübergreifende Basiskompetenzen wie Ballgefühl und
Ballkoordination und fördert so die motorische Entwicklung und die
Wahrnehmung von Sportspielsituationen für eine ganze Reihe von
Sportarten. Nach den ersten Grundlagenkursen kann dann eine
Spezialisierung auf die Rückschlagspiele erfolgen, zu dieser Kategorie
gehört auch der Tennissport.
Die Ballschule Heidelberg ist ein Projekt der Universität Heidelberg.
Nach einem Konzept des Instituts für Sport- und Sportwisschenschaften
werden nach den neuesten wissenschaftlichen und psychologischen
Erkenntnissen Ballschul-Übungsleiter der Kooperationspartner geschult.
Bei der TSV-Tennisabteilung haben bereits vier Trainer und
Trainerinnen diese Ausbildung besucht. Beim bundesweiten Aktionstag
„Deutschland spielt Tennis“ wird die Ballschule beim TSV-Pfungstadt
offiziell vorgestellt und eröffnet. Die ersten Kurse laufen ab Mai.
Geplant sind Ballschulangebote für Kindergartenkinder von 3-6 Jahren
und für Grundschulkinder im Alter von 6 – 9 Jahren. Weitere
Informationen werden in Kürze auf der Homepage unter
www.tsv-pfungstadt-tennis.de bereitgestellt und in der örtlichen
Presse bekannt gegeben.
Rückblick auf den DTB/VDT Tennis Bundeskongress 2011
10.1.2012 von marcowiemer.
So, mein erster DTB/VDT-Bundeskongress ist zu Ende und natürlich darf ein Erfahrungsbericht hier nicht fehlen.
Mein Fazit gleich zu Beginn: Investition und Reise nach Berlin haben sich gelohnt. Wobei ich der Fairness halber auch sagen muss, dass ich keinen Vergleich zu den Veranstaltungen in München habe.
Die Referenten und ihre Vorträge waren sehr gut und vor allem auch praxisrelevant. So nimmt man viele Ideen und auch Motivation in den Trainingsalltag mit.
Das Hotel und das Ambiente waren ebenfalls hervorragend. Zwei Kongressräume nebeneinander, kurze Wege, ein Tennisplatz in Originalgröße und das ganze in ungezwungener Atmosphäre.
Im Fokus vieler Vorträge waren aus meiner Sicht vor allem die Themen Psyche/Mentale Stärke und Schnelligkeitstraining, sowie schnelle Schläge (aber immer kontrolliert und mit Drall).
Besonders imponiert haben mir die Vorträge von Ex-Bundestrainer Edgar Giffening, sowie FedCup-Teamchefin Barbara Rittner zusammen mit Ute Strakerjahn, die Vorstellung der Heidelberger Ballschule mit Ex-Profi Jörn Renzenbrink, Cardio-Tennis mit DTB-Ausbilder Alex Jakubec und die Einheiten zum Schnelligkeitstraining mit dem Schweizer Head Coach Kondition Beni Linder.
Alle Präsentationen waren sehr praxisorientiert und man hat eine Menge mitgenommen. Auch wenn die Zielgruppe für die ganzen Übungen vorwiegend schon ambitioniertere Spieler sind. Mit den Anfängern und Breitensportlern machen wir ja nicht regelmäßig Schnelligkeitstraining oder psychologisches Training, und für die schnellen Schläge ist Kontrolle und hierfür auch eine gewisse Technik Voraussetzung.
Aber ich denke mein Repertoire hat sich wieder erweitert und in meiner Damen-Gruppenliga-Mannschaft oder auch in Camps oder Lehrgängen lassen sich Trainingsformen zu Psyche und mentaler Stärke und auch Schnelligkeitstraining sehr gut einbringen.
Und Cardio-Tennis und Ballschule sind ja zudem für den Breitensport sehr relevant.
Auch die Methodik Play&Stay wurde noch einmal präsentiert. Hier war die Theorie fast interessanter wie die Präsentation, denn die Theorie beleuchtete Play&Stay aus den verschiedenen Sichten eines Trainers, Vereins und auch Turnierveranstalters. Die Praxiseinheiten auf dem Platz mit Ex-Bundestrainer Nic Marchand waren sehr schön anzuschauen. Dies lag aber an den spielstarken Kindern (Mastersgewinner in Berlin-Brandenburg). Diese Talente haben wir Tennistrainer im Alltag ja nur ganz selten.
Mit dabei war auch Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen. Leider nicht mit einem Praxisvortrag, den sich einige Kollegen erhofft hatten. Aber seine Vorstellung der kostenlosen, virtuellen Internet-Tennisschule new-school-of-Tennis war durchaus interessant. Patrik Kühnen will sich damit an der Basisarbeit beteiligen und diesem Hintergedanken finde ich sehr lobenswert.
Wegen einer technischen Panne meines ICE´s habe ich leider am ersten Tag den Workshop zum Fitnessprogramm „stronger in tennis“ von Daniel Wüstholz verpasst. Aber dies werde ich auf seiner DVD nachholen. Er hat in Amerika bei Mark Verstegen gelernt und sein Core-Performance-Programm noch tennistauglicher gemacht und ergänzt.
Weitere Themen waren Schultennis, Motivation und Didaktik (u.a. mit einem PGA-Golflehrer) und auch Vereinsservice/-managementthemen wie Mitgliedergewinnung und –bindung oder auch Marketing mit Hilfe von Social Media.
Leider hatte ich nicht die Zeit ein paar Tage dranzuhängen, so dass man von Berlin nicht viel gesehen hat. Dazu war das Programm zu voll und ich wollte auch nichts ausfallen lassen.
Aber das kann man vielleicht beim nächsten mal ja nachholen….
Tennis Bundeskongress 2012 in Berlin
12.11.2011 von marcowiemer.
Im Januar 2012 findet der Tennis-Bundeskongress erstmals in Berlin statt. Ich bin noch am überlegen, ob ich mal hinfahren soll. Das Programm klingt wirklich interessant, aber mit Kongressgebühr, Fahrt, Übernachtung und Verpflegung ist man da schnell bei 500,00€ und mehr für die drei Tage.
Also hab ich mal an einer Verlosung teilgenommen, mit der man eine Teilnahme inkl. Fahrt und Übernachtung gewinnen kann. Dazu musste man seine Lieblingsübung einreichen.
Hier mein Beitrag dazu.
Meine Lieblingsübung
Ich bin gespannt und vielleicht sehen wir uns ja im Januar in Berlin. So oder so…
Tennistrainer im Verein, ein Konzept muss her…. Erste Überlegungen…
12.11.2011 von marcowiemer.
Unser Verein befindet sich gerade in der Diskussion um ein Jugend- und Trainerkonzept. Dabei stellt sich natürlich die Frage, wer wird als Trainer eingesetzt (externe Tennisschule, Mitglieder mit Trainerausbildung…)und was soll der Trainer können bzw. was macht überhaupt einen Cheftrainer aus.
Hier mal meine Überlegungen dazu.
Zunächst einmal die Rahmenbedingungen:
Die Verbände (DBT/HTV) sehen den Trainer als die zentrale Figur in einem Verein. Durch seine (meist) tägliche Anwesenheit auf der Anlage ist er ein Aushängeschild und somit wichtiger Imageträger und Repräsentant des Vereins. Zudem ist er in vielen Fällen auch der erste Ansprechpartner für sportliche Belange und Fragen. Daher ist auch ein Einbinden in die Vorstandsarbeit anzustreben.
Dies spricht natürlich dafür, Mitglieder und Mannschaftsspieler zur Ausbildung als Trainer zu fördern. Hier ist die Repräsentation des Vereins und die Bereitschaft zur ehrenamtlichen Vorstandstätigkeit sicher höher und wahrscheinlicher.
Honorare:
Die Verbände geben durch die unterschiedlichen Trainerausbildungen und Lizenzstufen ein Rahmenmodell vor, das Aufgabengebiet und Honorare grob regelt.
Natürlich sind die Honorare regional unterschiedlich und auch durch Angebot und Nachfrage bestimmt.
Vereinssicht:
Für einen Verein sollte es grundsätzlich das Ziel sein lizenzierte Trainer zu beschäftigen.
Dies ist zum einen ein wichtiger Image- und Wettbewerbsfaktor, mit dem man nach außen auftreten und werben kann.
Zum anderen ist die Tätigkeit eines Tennistrainers mehr als nur ein ehrenamtlicher Job. Es ist eine Honorartätigkeit und viele Trainer sind neben- oder sogar hauptberuflich tätig. Durch die entstehenden Trainingskosten hat Tennis immer einen Nachteil und gilt als teure Sportart. Mit einer entsprechenden Ausbildung des Trainers lassen sich die Trainingskosten gegenüber den Mitglieder (Kunden) erklären. Von einem Angestellten/Freiberufler, der entlohnt wird, kann man als Verein eine Ausbildung und Referenzen erwarten.
Durch die zeitlich begrenzten Gültigkeiten von Trainerlizenzen sind die Trainer gezwungen in regelmäßigen Abständen Fortbildungen zu besuchen. Mit lizenzierten Trainern ist ein Verein in Sachen Trainingslehre und Methoden immer auf dem neuesten Stand und kann die Sportart Tennis seinen Mitgliedern aktuell vermitteln und sich schnell an neue Aktionen und Gegebenheiten anschließen (z.B. Cardio Tennis).
Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Zuschüsse vom Landessportbund. Diese werden nur für Lizenztrainer genehmigt.
Natürlich steht es außer Frage, dass auch Tennisspieler ohne Ausbildung, aufgrund Ihres Könnens und Ihrer Erfahrung die grundlegenden Dinge des Tennissports vermitteln können. Insbesondere wenn es sich dabei um Spieler der aktiven Mannschaften handelt, kann dies ein wichtiger Bezugspunkt zu Mitgliedern und der Jugend sein. Es ist daher aus meiner Sicht sinnvoll gerade diese Spieler zu fördern und als Trainer ausbilden zu lassen. Ein Mitglied ist immer eine bessere Integrationsfigur als ein fremder Trainer ohne Bindung zum Verein.
Ein Modell, um unterschiedliche Trainer in einen Verein einzubinden, könnte z.B. wie folgt aussehen:
- Tennis-Kindergarten / Anfängertraining für Kinder und Jugend: Jugendassistenztrainer
- Jugendtraining / Erwachsenentraining / Gruppentraining: C-Trainer
- Mannschafts- und Fördertraining: B-Trainer, auch C-Trainer
- Matchtraining / Spielstunden (Patenfunktion): Mannschaftsspieler
- Cardio Tennis / Fitness/Konditionstraining: Cardio Tennis Trainer, Tennis-Fitness-Trainer, Sportstudenten
Hat man nun aber nicht einen hauptberuflichen, sondern mehrere (nebenberufliche, ehrenamtliche) Trainer, die diese Bereiche abdecken können, stellt sich unwiderruflich die folgende Frage:
Wer oder was ist denn nun aber ein Cheftrainer?
Für mich gibt es hier zwei Standpunkte:
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Ist der Cheftrainer der Trainer, der die meisten Trainingsstunden gibt? In vielen Fällen ist das dann ein hauptberuflicher Trainer, vielleicht sogar ein Externer. Ist das dann aber auch gut für den Verein? Aus meiner Sicht nur, wenn auch ein gewisses (ehrenamtliches) Engagement erkennbar ist. Natürlich ist vielen Hauptberuflern mittlerweile klar, dass Vereinsservice und Ehrenamt zum Trainerjob dazugehören. Das ist sozusagen das Marketing eines Trainers. Die Zeiten, in denen er nur auf dem Platz stand und die Mitglieder bei ihm Schlange gestanden haben, sind vorbei. Der Trainer muss für seine Kundschaft selbst bzw. mit sorgen. Das macht nicht nur noch der Verein.
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Oder ist der Cheftrainer nicht der, der die gesamte Trainingssituation (Angebote, Trainingseinteilung, Organisation des Jugendtrainings in Verbindung mit dem Jugendwart etc.) im Auge hat?
Aus meiner Sicht stellt der zweite Aspekt genau die Punkte dar, die einen Cheftrainer ausmachen. Der Cheftrainer ist mehr und mehr der Organisator und Koordinator. Dabei ist nicht ausschlaggebend, ob er die meisten Stunden gibt.
Wie seht ihr das?? Hinterlasst Ideen und Anregungen gerne als Kommentar. Schön wären auch Links zu Jugend- oder Trainingskonzepten von Tennisvereinen im Internet.